FORUM.direkt 09/2024
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich hoffe, Sie hatten einen guten Start ins neue Schuljahr und ein großartiges Wiedersehen mit Ihren Klassen. Ich wünsche Ihnen viele neue spannende Projekte, Geduld und Gelassenheit, jeden Tag etwas zum Freuen, wissbegierige Schülerinnen und Schüler, Humor, fröhliche Gesichter am Morgen, gelungene Dialoge mit Kolleginnen und Kollegen, mit Eltern, mit der Schulleitung, viel Glück, neue Freundschaften, Energie im Alltag und vor allem ein gesundes glückliches Schuljahr. Ich könnte diese Liste noch weiterführen, so bunt wie die Wünsche ist auch unser Beruf – abwechslungsreich und nicht immer planbar – aber im Großen und Ganzen immer wunderbar.
Ich freue mich auf viele neue Projekte, die wir als Schulstiftung im kommenden Schuljahr mit den Schulen angehen. Es ist toll, motivierte Kolleginnen und Kollegen sowie engagierte Schulleitungen um sich zu haben, mit denen wir unser Leuchtturmprojekt digitale Transformation angehen können. Im Zuge dessen wird sich auch der Auftritt der Schulstiftung nach außen verändern. Lassen Sie sich überraschen!
Ihr Patrick Krug
ich hoffe, Sie hatten einen guten Start ins neue Schuljahr und ein großartiges Wiedersehen mit Ihren Klassen. Ich wünsche Ihnen viele neue spannende Projekte, Geduld und Gelassenheit, jeden Tag etwas zum Freuen, wissbegierige Schülerinnen und Schüler, Humor, fröhliche Gesichter am Morgen, gelungene Dialoge mit Kolleginnen und Kollegen, mit Eltern, mit der Schulleitung, viel Glück, neue Freundschaften, Energie im Alltag und vor allem ein gesundes glückliches Schuljahr. Ich könnte diese Liste noch weiterführen, so bunt wie die Wünsche ist auch unser Beruf – abwechslungsreich und nicht immer planbar – aber im Großen und Ganzen immer wunderbar.
Ich freue mich auf viele neue Projekte, die wir als Schulstiftung im kommenden Schuljahr mit den Schulen angehen. Es ist toll, motivierte Kolleginnen und Kollegen sowie engagierte Schulleitungen um sich zu haben, mit denen wir unser Leuchtturmprojekt digitale Transformation angehen können. Im Zuge dessen wird sich auch der Auftritt der Schulstiftung nach außen verändern. Lassen Sie sich überraschen!
Ihr Patrick Krug
Sommerpause? Von wegen!
Umfangreiche Bau- und Modernisierungsarbeiten an fast allen StiftungsschulenLeere Klassenzimmer und verwaiste Pausenhöfe prägten in den Sommerferien das Bild. Aber an fast allen Schulen der Schulstiftung herrschte keineswegs Stillstand: Wo normalerweise Kinder lachen und Schulglocken läuten, bestimmte an vielen Standorten Baustellenlärm den Takt. Bereits ab den Pfingstferien wurden Planungen und Abstimmungen getroffen, um die Arbeiten in der Sommerpause effektiv umzusetzen. „Eine besondere Herausforderung stellte auch in diesem Jahr die Koordination der Handwerksbetriebe dar, da auch diese in den Sommerferien Urlaubszeiten haben“, erklärt Geschäftsführerin Andrea Mayer, Schwierigkeiten, die es im Vorfeld zu beachten galt.
Insgesamt 15,8 Millionen Euro wurden dieses Jahr in die Schulen der Schulstiftung investiert. Nicht eingerechnet ist hierbei der Neubau des Schulgebäudes der St. Ursula Schulen Freiburg Wiehre, der sich alleine auf 15,6 Millionen Euro beläuft.
Die Palette der Arbeiten ist groß: von Brandschutzmaßnahmen und dem Austausch von Fenstern, WC-Sanierungen, der Herstellung von Fahrradstellplätzen oder energetischen Sanierungen bis hin zu der Renovierung von Oberstufenräumen, war alles dabei. Aufwändig ist in den St. Ursula Schulen Villingen die Fortführung des Umbaus des Kloster- und Schulgebäudes. Nach dem Umzug der Nachmittagsbetreuung in neue Räume im Dachgeschoss des Klostergebäudes wurden die ehemaligen Räume der Nachmittagsbetreuung zu Klassenräumen umgebaut, zudem wurden die historischen Fenster im Kloster restauriert. Das Budget für diesen Bauabschnitt betrug 2,85 Millionen Euro. Es gab auch eine etwas andere "Baustelle": Die Installation eines Kreuzes in der Kapelle des St. Ursula Gymnasiums war das Ergebnis eines Künstlerwettbewerbs. Hierfür wurden 20.000 Euro ausgegeben..
Und auch in der Geschäftsstelle waren die Mitarbeitenden fleißig. Neben den allgemeinen Verwaltungsarbeiten wurde am Relaunch der Stiftungshomepage gearbeitet.
Ausschreibung Schulkunst-Ausstellung
Liebe Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer,unsere Räume in der Geschäftsstelle in Freiburg könnten ein wenig Farbe und Kreativität gebrauchen – und hier kommen Sie ins Spiel!
Wir möchten den Kunstkursen an unseren Schulen die Gelegenheit geben, ihre Werke in unseren Räumlichkeiten auszustellen.
Was suchen wir?
Sie haben im Laufe des Schuljahres ein großartiges Kunstprojekt geplant und wollen dieses einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen? Sie träumen schon länger davon, mit Ihren Schülerinnen und Schülern eine eigene Ausstellung zu organisieren? Dann ist dies die Chance!
Wer kann mitmachen?
Alle Kunstkurse der Schulen der Schulstiftung sind herzlich eingeladen, sich an dieser Ausstellung zu beteiligen. Wir freuen uns über Beiträge aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie oder andere kreative Ausdrucksformen.
Rahmenbedingungen:Die Ausstellung wird über mehrere Monate in den Geschäftsräumen der Schulstiftung Freiburg zu sehen sein.
Wir organisieren mit Ihnen eine Vernissage, bei der Ihre Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihre Werke zu präsentieren und zu erklären.
Die Werke sollten von den Schülerinnen und Schülern eigenständig oder in Zusammenarbeit mit ihren Lehrkräften erstellt worden sein.
So bewerben Sie sich:
Schicken Sie uns bis zum 1. Februar eine kurze Projektbeschreibung sowie erste Bilder oder Skizzen der geplanten Werke an
Wir freuen uns auf Ihre kreativen Ideen und Ihre einzigartigen Beiträge zur Verschönerung unserer Räume!
Fragen?
Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Jenny Besinger (jenny.besinger@schulstiftung-freiburg.de)
Drei Fragen an Valentin Schneider, den neuen Schulleiter am St.-Dominikus-Gymnasium Karlsruhe:
1. Wie ging es Ihnen kurz vor der ersten GLK als Schulleiter? Ein gewisses Kribbeln habe ich vorher schon gespürt - das war vermutlich die Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. Die GLK war schon der Startschuss für ein spannendes und richtungsweisendes Schuljahr.
2. Wenn Sie einen Wunsch für Ihr Amt als Schulleiter frei hätte, welcher wäre das und warum?
So vielfältig wie die uns anvertrauten Kinder, so vielfältig sind auch die Wege zu guter Bildung. Dafür braucht es Neugierde, Kreativität und Flexibilität - bei Lehrenden und Lernenden.
Mein Wunsch im Blick auf Schule ist, dass wir unsere Türen öffnen und uns miteinander auf den Weg machen. Ich hoffe, dass ich dazu einen Beitrag leisten kann.
3. Was haben Sie für kleine Geheimnisse?Im Geschichtsunterricht verwende ich öfter Lernvideos als schriftliche Quellen, im Religionsunterricht komme ich manchmal vom Thema ab. Außerdem vergesse ich regelmäßig, wofür die Buchstaben "ZSL" stehen (obwohl ich fünf Jahre für das "Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung" gearbeitet habe). Ich habe auch schon ohne dienstlichen Grund auf dem Parkplatz des Seminars für Lehrerbildung geparkt. Und zum Schluss: Manchmal träume ich doch noch von einer Reporterkarriere beim SWR (bin aber dort weiterhin „nur" am Wochenende Sportredakteur).
Prof. Hartmut Rosa im St. Paulusheim: Braucht Demokratie Religion?
Prof. Hartmut Rosa von der Universität Jena hielt in der Kapelle des St. Paulusheims in Bruchsal gleich zwei fesselnde Vorträge: „Braucht Demokratie Religion?“ war eine Veranstaltung für Erwachsene. Außerdem sprach der bekannte Soziologe vor rund 200 Oberstufenschülerinnen und -schülern des Gymnasiums am Vormittag. Zum Einstieg zeigten Schüler das Resonanz-Experiment, wo sich zwei Stimmgabeln gegenseitig zum Schwingen bringen. Dieses Phänomen übertrug Rosa auf den Lebensweg der Schüler: Was bringt voran, steckt an, was sind eher Vermeidungs- oder Fluchtstrategien aufgrund von Verlustängsten? Die Jugendlichen hingen dem eloquenten Redner buchstäblich an den Lippen, der durchaus auch eine kritische Einschätzung durchblicken ließ, insbesondere wo elektronische Medien zwischen zwei eigentlich resonanzfähigen Personen oder Gruppen stehen.
Im Vortrag für die Erwachsenen betonte Rosa, dass Demokratie mehr sei als ein bloßer Kampf um Interessen. Es gehe vielmehr um das Schaffen von Strukturen, die das Zusammenleben ermöglichen und Resonanz – das gegenseitige Zuhören und Gehörtwerden – fördern. Rosa kritisierte, dass diese grundlegende Fähigkeit in heutigen politischen Diskussionen, ob im Parlament oder in Talkshows, oft verloren gehe.Er thematisierte die Krise der Demokratie und den unaufhaltsamen Zwang zum Wachstum. Rosa erklärte, dass historisch gesehen Kriege und Seuchen immer große Herausforderungen waren, heute jedoch durch eine allgegenwärtige Depression und den ständigen Drang zur Steigerung noch verschärft werden. Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Aggression, die sich gegen die Natur, Andersdenkende und auch gegen uns selbst richte. Dieser "Steuerungsdrang", der alles kontrollieren und verbessern will, führe zu Burnout und Selbstentfremdung.
Als Gegenmodell präsentierte Rosa die Resonanz, die das Gegenteil von Entfremdung darstellt. Resonanz bedeute, sich von etwas berühren zu lassen und dadurch Transformation zu erleben. Orte und Zeiten, die solche Resonanz ermöglichen, seien von großer Bedeutung. Religion könne hier eine zentrale Rolle spielen, indem sie Praktiken bereitstellt, die Resonanz zu fördern, wie etwa das Gebet. Kirchen könnten somit Räume der Resonanz sein, in denen Menschen sich verwandeln und neu erfahren können. So sei das St. Paulusheim mit seiner wunderschönen Kapelle ein guter Resonanzraum. Zum Abschluss seines Vortrags betonte Rosa, dass Demokratie nur durch Resonanz funktionieren könne. Bürger müssten bereit sein, einander zuzuhören und sich gegenseitig zu verändern. Diese Transformation sei entscheidend für eine lebendige Demokratie. Rosa rief dazu auf, Resonanz in allen Lebensbereichen zu fördern, um die aktuellen Krisen zu überwinden und eine erfüllte, demokratische Gesellschaft zu schaffen.
1. Platz beim Zeitkapsel-Wettbewerb für das St. Ursula Gymnasium Freiburg
Zeitkapseln von Gewinnerklassen am Münsterchor verbautEine Tonlinse in einem Stein für den neuen Chor-Strebepfeileraufsatz war der Anfang für eine Welle der Kreativität: Der Hohlraum, der durch ihre notwendige Entfernung entstand, bietet idealen Raum für eine Botschaft in die Zukunft. 37 Klassen reichten bis Anfang Juli Ideen für Zeitkapseln ein, die dort verbaut werden sollten. Drei Beiträge wurden von einer Jury ausgewählt, die ihren Weg ans Münster finden.
Die Idee ist nicht neu: Steinmetze und Baumeister vergangener Epochen hinterließen immer wieder Nachrichten in Stein oder Fugen ihrer Bauwerke. Dieses Mal sollte allerdings die jüngere Generation zum Zuge kommen. Der Münsterbauverein rief Schulkassen der 5. bis 9. Stufe auf, Botschaften für die Zukunft zu kreieren. Einzige Vorgaben: Sie mussten in Boxen mit bestimmten Maßen passen und durften nichts Verderbliches enthalten. Die Resonanz auf das Projekt war riesig: Mehr als 50 Klassen meldeten Interesse an mitzumachen, 37 reichten tatsächlich einen Beitrag ein. Nicht nur Freiburger Klassen waren kreativ, selbst Einreichungen aus Mönchengladbach oder Dormagen erreichten den Münsterbauverein.
Von den vielen wunderbaren Einsendungen können allerdings nur drei im Münsterstein versteckt werden. So musste die sechsköpfige Jury schwierige Entscheidungen fällen. „Es war wirklich die Qual der Wahl, von so vielen einfallsreichen und liebevoll gestalteten Beiträgen nur drei benennen zu dürfen“, berichtet Jury-Mitglied und Münsterbaumeisterin Dr. Anne-Christine Brehm. Der Beitrag der Klasse 7b/c des St. Ursula Gymnasiums überzeugte durch die Verschiedenartigkeit der Themen und Medien und erhielt so den ersten Preis: Neben kunstvoll gestalteten Wünschen an die Zukunft, kleine Kärtchen an einer Kordel, beinhaltet die „Botschaft“ charakteristische Gegenstände der Gegenwart wie ein Smartphone, einen Kugelschreiber, einen USB-Stick und einen Coronatest. Der Gewinn liegt nicht nur im Einbau der Boxen: Die drei Gewinnerklassen erhalten zudem Preisgelder und werden Münsterpfleger für ein Jahr.
Alle Teilnehmenden bekommen als Erinnerung eine Urkunde. Sponsorin ist die Irene-Kyncl-Stiftung. Dr. Ulrike Laule, Vorstandsmitglied der Stiftung, war Teil der Jury und großer Fan des Projekts: „Es war eine großartige Idee der Münsterbauhütte, den Schülerwettbewerb ‚Zeitkapsel‘ auszuschreiben, und die Irene-Kyncl-Stiftung hat sich mit Freude und Überzeugung an der Durchführung beteiligt. Dieser Wettbewerb richtet die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf das Münster, das seit Jahrhunderten Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt ist und erschafft ein Bewusstsein für dessen Erhalt und Pflege und vielleicht auch für die Stadt selbst und für die Bemühungen, die notwendig sind, dass sie bleibt, wie wir alle sie lieben. Die 37 eingereichten Arbeiten waren durchweg liebevoll und sorgsam gemacht, erzählen viel vom Alltag der Schülerinnen und Schüler und bilden ihre Wünsche, ihre Freuden, aber auch ihre Sorgen eindrucksvoll ab. Ich denke, die Entscheidung fiel uns allen schwer, und ich gratuliere voll Freude den Gewinnern und bedanke mich sehr herzlich bei allen Klassen für ihre Teilnahme.“Neben Laule und Brehm gehörten Steinmetzauszubildende Lena Wilm, Gremienmitglied Katrin von Gleichenstein, Elisabeth Mergele als Vertreterin des Münsterfabrikfonds sowie der Leiter der Stabstelle Freiburger Bildungsmanagement Hartmut Allgaier zur Jury.
Die Klasse des ersten Preises war sehr erfreut und auch überrascht, als die Münsterbauhütte über die Wahl informierte. Uta Albicker, Lehrerin am St. Ursula-Gymnasium, berichtet: „Die Klasse konnte gar nicht glauben, dass sie wirklich den ersten Platz gewonnen hat und hat sich riesig gefreut.“Gab es Gemeinsamkeiten oder große Unterschiede bei den Nachrichten? Brehm fasst zusammen: „Inhaltlich waren die Nachrichten eher besorgt, durchaus kritisch und politisch. Fragen nach dem Überleben von bedrohten Tierarten, zu dem Zustand des Klimas zogen sich durch, genauso wie solche nach dem gesellschaftlichen Zusammenleben, zum Beispiel ob es in der Zukunft noch Rassismus gibt.“
Sind Sie neugierig, ...
... wie der aktuelle Stand des Projektes EDU 360° ist? In den kommenden Wochen erhalten Sie einen Infobrief FORUM.digital, der Sie über den digitalen Transformationsprozess der Schulstiftung informiert. Außerdem wird es Eindrücke von der Auftaktveranstaltung für Schülerinnen und Schüler von unserem Leuchtturmprojekt „AI Horizon“ geben.
